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Weitgehend unbekannt dürfte sein, dass die Komponistin des Scores zu dieser hochgelobten Komödie für ihre Filmmusik mit einer speziellen Internet-Auszeichnung belohnt worden ist: Deborah Mollison erhielt nämlich bei den "Movie Music U.K. Music Awards 1999" eine Ehrenmedaille in der Rubrik "Newcomer of the Year"! Bislang war sie unter anderem als Sound-Lieferantin für Meditationskassetten wie
Insight & Intuition in Erscheinung getreten. Ihr Faible fürs Atmosphärische spiegelt sich auch in den asiatisch-getönten, kammermusikalischen Klängen zu dieser sehenswerten Verfilmung eines Bühnenstücks wider, in dessen Mittelpunkt ein englisch-pakistanisches Ehepaar und seine sieben Kinder stehen.
Angesicht des crosskulturellen Themas überrascht die übrige Zusammenstellung des Samplers allerdings schon. Dort sind nämlich die Hardrocker von Deep Purple ebenso zu finden wie das Pop-Session-Quintett Blue Mink oder die entspannten Folk-/Countryrocker McGuinness Flint. Des Rätsels Lösung: Alle hier versammelten Oldies stammen aus dem Jahr 1971, in dem east is east spielt. Ausreißer in diesem Zusammenhang sind allerdings das auf 1966 datierte "Sitting In The Park" des Jazz-/Blues-Organisten Georgie Fame, "On A Carousel" der Hollies (1967), Jimmy Cliffs Reggae "Wonderful World, Beautiful People" von 1969 und "Moving" der ebenso innovativen wie postmodernen Brit-Pop-Mixer Supergrass aus der aktuellen CD ihres Bandnamens (1999/2000). Dazu drei Tracks mit indischer Folklore, fertig ist eine hörenswerte, unterhaltsame Compilation. Auf Grund der zwischen die bekannten Melodien der Euro-Sounds gesetzten und für das westliche Hörverständnis anfangs ungewohnten Worldmusic, verlangt er dem Hörer genau das ab, worum es auch in dem Film des irischen Regisseurs Damien O'Donnell geht: Toleranz! --Thomas Hammerl